VORSTELLUNGS-TERMINE
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22.08.2026 | MOMO
12. THEATERSOMMER
auch im Rahmen des Sommerferienprogramms der Stadt Horb
72160 Horb-Hohen Dießen | 18:00 Uhr
Burgruine
Bei Regen: Beim Gemeindesaal


27.08.2026 | DER GRÜFFELO
FAMILIENPROGRAMM
auch im Rahmen des Sommerferienprogramms der Stadt Lossburg
12. THEATERSOMMER
72290 Lossburg | 14:00 Uhr
Amphitheater im Zauberland


28.08.2026 | MOMO
auch im Rahmen des Sommerferienprogramms der Stadt Sulz
12. THEATERSOMMER
72172 Sulz a.N.-Glatt | 19:30 Uhr!
Schlosshof


29.08.2026 | MOMO
auch im Rahmen des Sommerferienprogramms der Stadt Sulz
12. THEATERSOMMER
72172 Sulz a.N.-Glatt | 19:30 Uhr!
Schlosshof


30.08.2026 | Der Grüffelo
FAMILIENPROGRAMM
auch im Rahmen des Sommerferienprogramms der Stadt Sulz
12. THEATERSOMMER
72172 Sulz a.N.-Glatt | 16:00 Uhr
Schlossgarten


13.09.2026 | WASSER - ein Schatz für alle
FAMILIENPROGRAMM
ein Theaterspaziergang
12. THEATERSOMMER
77761 Schiltach | 16:00 Uhr
Freizeitanlage Vor Kuhbach


19.09.2026 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
70173 Stuttgart | 19:00 Uhr
Steigenberger Graf Zeppelin


20.09.2026 | Oskar und die Dame in Rosa
72172 Sulz am Neckar-Kirchberg | 19:00 Uhr
Kloster Kirchberg, Obere Scheuer


23.09.2026 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
76356 KA-Weingarten | 19:00 Uhr
Alte Brauerei


25.09.2026 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
98584 Ehingen-Berg | 19:00 Uhr
Landgasthof & Hotel Zur Rose


26.09.2026 | Der Grüffelo
BÜCHERMARKT Horb
FAMILIENPROGRAMM
12. THEATERSOMMER
72160 Horb a.N. | 14:00 Uhr
Flößerwasen,
bei Regen im Kulturhaus Kloster Horb


14.10.2026 | MOMO
FAMILIENPROGRAM
12. Kinder-u. Jugendfestival
77876 Sasbach-Kappelrodeck | 10:00 Uhr!
Achertalhalle


15.10.2026 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
72072 Tübingen | 19:00 Uhr
Japengo


17.10.2026 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
77793 Gutach | 19:00 Uhr
Weber´s Esszeit


23.10.2026 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
73054 Eislingen | 19:00 Uhr
Kitchen Events


31.10.2026 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
73432 Aalen | 19:00 Uhr
Das goldene Lamm


01.11.2026 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
71263 Weil der Stadt | 19:00 Uhr
Landgasthof 1610


08.11.2026 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
79848 Bonndorf-Holzschlag | 17:00 Uhr
Gasthaus Krone-Holzschlag


20.11.2026 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
79539 Lörrach | 19:00 Uhr
Hotel Stadt Lörrach


27.11.2026 | Oskar und die Dame in Rosa
72160 Horb am Neckar | 19:00 Uhr
Kultur im Kloster


29.11.2026 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
CH 9500 Wil | 17:00 Uhr
Hof zu Wil


03.12.2026 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
89073 Ulm | 19:00 Uhr
Krone


06.12.2026 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
89073 Freiburg | 19:00 Uhr
Gasthaus zum Löwen


09.12.2026 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
76356 KA-Weingarten | 19:00 Uhr
Alte Brauerei


16.12.2026 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
78549 Spaichingen | 19:00 Uhr
Alte Halle Eventlocation


17.12.2026 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
71272 Renningen | 19:00 Uhr
Hotel Restaurant Zehn Brunnen


* * *

15.01.2027 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
72488 Sigmaringen | 19:00 Uhr
Zum Marstall Restaurant


24.01.2027 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
CH-9500 Wil | 17:00 Uhr
Hof zu Wil


29.01.2027 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
72534 Hayingen | 19:00 Uhr
Flair Hotel Gasthof Hirsch


31.01.2027 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
70173 Stuttgart | 19:00 Uhr
Steigenberger Graf Zeppelin


04.02.2027 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
79189 Bad Krozingen | 19:00 Uhr
Restaurant Nouri Taste


11.02.2027 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
71332 Waiblingen | 19:00 Uhr
PIÙ


19.02.2027 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
88447 Biberach an der Riß | 19:00 Uhr
Motorworld Inn Warthausen


20.02.2027 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
73432 Aalen | 19:00 Uhr
Das goldene Lamm


26.02.2027 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
79539 Lörrach
Hotel Stadt Lörrach


11.03.2027 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
79618 Rheinfelden | 19:00 Uhr
Schloss Beuggen


14.03.2027 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
71263 Weil der Stadt | 19:00 Uhr
Landgasthof 16


11.04.2027 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
CH-9500 Wil | 17:00 Uhr
Hof zu Wil


15.04.2027 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
70569 Stuttgart | 19:00 Uhr
Kulinarum an der Glems


16.04.2027 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
79539 Lörrach | 19:00 Uhr
Hotel Stadt Lörrach


17.04.2027 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
79865 Grafenhausen-Rothaus | 19:00 Uhr
Brauereigasthof Rothaus GmbH


28.04.2027 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
71272 Renningen | 19:00 Uhr
Hotel Restaurant Zehn Brunnen


08.05.2027 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
78532 Tuttlingen | 19:00 Uhr
LÉGÈRE


12.06.2027 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
78532 Tuttlingen | 19:00 Uhr
LÉGÈRE


17.06.2027 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
89073 Ulm | 19:00 Uhr
Krone


19.06.2027 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
72488 Sigmaringen | 19:00 Uhr
Zum Marstall Restaurant


14.08.2027 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
72160 Horb a.N. | 19:00 Uhr
Gasthof Adler


12.11.2027 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
72072 Tübingen | 19:00 Uhr
Japengo


das chamaeleon THEATERWELTEN
Horb
Blumenmädchen wird zur Aristokratin der Sprache

Valentina Sadiku macht Persönlichkeitsveränderung glaubhaft

Südwest-Presse Horb 12.07.2016
von Hans - Michael Greiß

Mit einem Kammerspiel den Horber Marktplatz zu füllen gelang Dorothee Jakubowski und ihrem Ensemble der „das Camäleon-Theaterwelten“ mit ihrer Inszenierung der Shaw-Komödie „Pygmalion“ in eindrucksvoller Weise.

Das 2. Horber Sommertheater stellte sie unter das Motto „Wortzauber“, um die Macht und Wirkung der Sprache zu verdeutlichen. Kaum ein anderes Stück macht diesen Zauber so deutlich sichtbar, mit Sprecherziehung verwandelt der egomanische Professor Higgins das Blumenmädchen Eliza in eine Herzogin, ohne zu bedenken, welche Persönlichkeitsveränderung mit dieser Sprachaneignung einhergeht.

Am Freitagabend blieb die Aufführung von Wetterkapriolen verschont, in blankgeputzten Kristallgläsern perlte und funkelte in der Abendsonne der Cremant, mit dem sich die die Besucher in den Theaterabend einstimmten.

Trotz der Wärme verspürten die Zuschauer sogleich das Frösteln der Darsteller, die unter ihren Schirmen Schutz vor dem niederprasselnden Londoner Regen suchten und vergeblich ein Taxi aufzutreiben trachteten. In dieser aufgebrachten Stimmung mühte sich das Blumenmädchen Eliza Doolittle (Valentina Sadiku) redlich, mit unentwegtem Wortschwall ihre Blumen zu verkaufen, bis der Phonetikprofessor Higgins (Andreas Schnell) mit seinen Aufzeichnungen und Zuordnungen der Redenden Aufsehen erregte. Mit dem aus Indien zurückgekehrten Oberst Pikkering (Swen Richter)wettete Higgins, „eine Herzogin aus dieser Gossenschlampe zu machen“.

Ohne die treusorgende Frau Pearce wäre der Professoren-Haushalt längst im Chaos versunken. Herrlich gab Dorothee Jakubowski ihrer Rolle mit den ständig wechselnden Perücken und der beharrenden Merkel-Raute die Persönlichkeit einer selbstbewussten Frau, die sich aber nicht aus der ichbezogenen Dominanz ihres Herren lösen konnte. Trotz ihrer Bedenken umsorgte sie Eliza, die einen beträchtlichen Teil ihres Einkommens für ihre Sprachausbildung aufzubringen anbot, um aus ihrer sozialen Schicht aufzusteigen.

Ferdinand Rother verinnerlichte in Vollkommenheit mit seinen struppigen Haaren seine Rolle als Müllkutscher Alfred Doolittle. Breitbeinig seinen proletarischen Stand auslebend, sich zwischen (alkoholischen) Bedürfnissen und moralischen Einwänden windend, - „Moral kann ich mir nicht leisten“, verkaufte er für 50 Pfund seine Tochter, die er bei deren Eintritt nicht wiedererkannte. Mit anmutiger Grazie trat Valentina Sadiku zu ihrer ersten Lektion an, gerade als sich eine Wolke am Himmel verzog und mit der „neuen Eliza“ über der Szene die Sonne aufging.

Der gotische Bogen des Wachhauses bildete den Rahmen für die mühsamen Sprachquälereien Elizas, die in dieser Freiluftaufführung just in dieser Szene nicht nur gegen Higgins' Diktat sondern auch gegen den Schlag der Kirchturmuhr und Feuerwehrsirenen ansprechen musste, bis zum legendären Ausruf: „Mein Gott, jetzt hat sie's!“

Sein neues „Produkt“ wollte Higgins gleich testen und nutzte dafür die Teerunde seiner Mutter. Magdalena Rau spielte die gebildete, stilsichere Dame der höheren Gesellschaft mit Würde und gewinnender Freundlichkeit. Über die Schwächen ihrer Gesprächspartner konnte sie großzügig hinwegsehen. Ihren Sohn wies sie mit mütterlicher Nachsicht zurecht, dezent lud sie die verarmte, doch mit Standesdünkel behaftete Frau Hill (Monika Bugala) ein, doch zuzugreifen, was diese sich schon längst gegrapscht hatte. Deren „rotzfrech“ sich über Konventionen hinwegsetzende Tochter Clara (Clara Cazzanelli), ein leuchtender Farbklecks mit orange Latzhose und blau-metallic gefärbten Haaren, durfte sich im Sessel herumlümmeln, mit Selfie-Stick die Runde im Bild festhalten und alles um sich herum „ätzend“ finden.

Eliza betrat roboterhaft die Tafelrunde im geblümten Hosenanzug, die beiden akademischen Trottel hatten bei der Ausstaffierung versäumt, das Preisschild zu entfernen. In gestelzter Sprache, jeweils die Wortendungen betonend, pflegte Eliza die ihr aufgetragene Konversation, um gelegentlich in ihren Jargon zu verfallen, „die Tante sei an der Grippe krepiert“. In Claras Bruder Fred (Jerome Brunelle) verliebte sie sich auf den ersten Blick.

Drastisch kritisierte Mutter Higgins das unwürdige Experiment: „Ihr seid wie zwei kleine Buben, die mit einer lebenden Puppe spielen.“ Danach bedurfte sie einer Pause und schickte auch die Zuschauer in eine solche. Dorothee Jakubowski band diese jedoch mit einem Geniestreich in die Handlung ein. Die Marktplatzinitiative um Heiderose Raible, Helmut Kipp und Georg Djuga hatten ihre Marktstände aufgebaut , an denen Valentina Sadiku mit den Gästen parlierte und ihre Wandlung zur Aristokratin der Sprache demonstrierte.

Mit rauschhaftem Selbstlob überschütteten sich Higgins und Pikkering bei der Heimkehr, die schmollende Eliza vollkommen ignorierend und in tiefste Demütigung stoßend. Alle körperliche und rhetorische Überlegenheit reichte Higgins nicht mehr, seine Autorität zu wahren. Hätte Sadiku kein einziges Wort gesagt, ihre ausdrucksstarken Augen spiegelten Wut, Verzweiflung, Trauer oder moralische Überlegenheit. Doch ihre bis zur letzte Nuance ausgereifte Sprachtechnik gestaltete diese Szene zur Sternstunde. Gerade sie, die als Kind aus dem Kosovo kam und sich sprachlich ausgegrenzt fühlte, ließ nachfühlen, warum Jakubowski gerade sie aus über 60 Bewerberinnen für diese Rolle ausgewählt hatte.

Vater Doolittle wurde durch äußere Einflüsse in eine höhere Gesellschaftsklasse gespült und trauerte seinem moralärmeren Vorleben nach, schickte sich aber in die Konventionen und heiratete seine „Madame“. In der herrlichen Verkleidung des rüschigen Brautkleides erkannte man erst bei ganz genauem Hinsehen Monika Bugalla, die ihren Alfred mit festem Polizeigriff vor den Altar schleppte.